Warum bringen Sie bereits nach einem Jahr ein neues Buch auf den Markt?

«Die aktuellen Fragestellungen in Wirtschaft und Politik und der damit verbundene grosse Handlungsbedarf haben mich dazu veranlasst. Ich sehe bei vielen Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft keine nachhaltige Strategien. Ich mache mir grosse Sorgen und möchte aufrütteln und Lösungen aufzeigen aber auch einfordern…, bevor es zu spät ist.»

Sie versuchten bereits mit Ihrem Erstling TOBIAS auf diese Probleme hinzuweisen. Wie war der Erfolg?

«Die Resonanz war viel besser als ich erwarten durfte. Noch heute erhalte ich fast täglich positive und ermunternde Rückmeldungen. Gefreut hat mich auch, dass die Nachfrage kontinuierlich anstieg. Immer neue Interessenten kaufen TOBIAS. Jetzt hat sich der Buchverlag Cameo, Bern, entschieden, TOBIAS als zweite Auflage zusammen mit meinem neuen Buch MARTIN in den Buchhandel zu bringen. Da beide Bücher topaktuell sind, erhoffe ich mir dadurch eine noch grössere Bekanntheit und Wirkung.»

MARTIN, Ihr zweites Buch, ist sehr politisch und kritisch.

«Sehr kritisch ja, aber auch lösungsorientiert. Eigentlich wäre es Aufgabe der Medien, laufend und differenziert über die aktuelle Entwicklung der Wirtschaft und die Auswirkungen der Geldpolitik der Notenbanken auf die Bevölkerung zu informieren. Genau das passiert aber nur ungenügend. Als engagierter Bürger macht es mich stark betroffen zu sehen, wie die wirtschaftlichen Interessen auch in unserem Land immer einseitiger wahrgenommen werden. Die wertvollen Errungenschaften der Schweiz mit dem hohen Lebensstandard und den wichtigen Sozialwerken als Fundament unserer Gesellschaft sind in Gefahr. Um sie zu erhalten bzw. weiter zu entwickeln, müssen wir unbedingt für geeignete wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Solidarität in der Bevölkerung sorgen.»

Sie kritisieren erneut die Geldpolitik der Notenbanken und damit auch die Strategie der Nationalbank. Warum?

«Es ist offensichtlich, es wird eine einseitige Geldpolitik zugunsten der Finanzelite und der Vermögenden zulasten der grossen Mehrheit der Bevölkerung betrieben. Obwohl man weiss, dass eine grenzenlose Geldmengenausweitung zu einer Geldentwertung und zu überhöhten Börsen- und Immobilienpreisen führt, schaut man weg oder behauptet sogar, dies geschehe zum Wohle der Wirtschaft und der Bevölkerung. Das Gegenteil ist der Fall. Bereits sind viele Arbeitsplätze ins Ausland verlegt worden, und die Sparer und Sozialwerke der Schweiz haben mehrere Milliarden Franken wegen dieser Geldpolitik verloren. Und diese fatale Entwicklung geht ungebremst weiter.»

Was prangern Sie an?

«Die Nationalbank muss in erster Linie die Interessen der Bevölkerung bezüglich wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zur Erhaltung der Arbeitsplätze und Finanzierung der Sozialwerke schützen. Bei den aktuellen und ungewöhnlich grossen Währungs- und Anlagerisiken muss sie eine ausgewogene Geldpolitik betreiben, die direkt unsere Wirtschaft stärkt und die Finanzierung der Sozialwerke sichert. Es ist für die Zukunft unseres Landes sehr wichtig, dass bei einer so grossen Geldmengenausweitung ein wesentlicher Teil des laufend neu geschaffenen Geldes in die inländische Realwirtschaft, konkret in die Infrastruktur und Energie sowie zur Absicherung der Sozialwerke, investiert wird. Heute erfolgt dies unverständlicherweise nicht. Im Gegenteil: Mit enormen Devisenkäufen und grossen Investitionen in spekulative ausländische Wertpapiere erhöht die Nationalbank die Risiken einseitig. Dies ist inakzeptabel, weil der Preis dieser einseitigen Geldpolitik nicht von den Verursachern, sondern von der Bevölkerung durch tiefe Zinsen, sinkende Renten und später durch noch höhere Steuern bezahlt werden muss.»

Welchen Nutzen können Ihre Leserinnen und Leser aus dem Buch MARTIN ziehen?

«Im Buch MARTIN behandle ich aktuelle Fragen und zeige auf, welche konkreten Auswirkungen die aktuelle Geldpolitik auf die Bevölkerung und speziell auf die Finanzierung der Altersvorsorge hat. Weiter präsentiere ich konkrete Vorschläge, wie wir uns vor Fehlentwicklungen schützen und massgebend Einfluss in Wirtschaft und Politik nehmen können. Ob Finanzierung der Alters-Vorsorge/-Renten, der Gesundheitskosten oder die Entwicklung des Arbeitsmarktes – das alles betrifft uns alle sehr konkret. Nutzen wir deshalb unsere direkte Demokratie bei Abstimmungen und Wahlen, damit alle Bevölkerungsteile und Generationen gute Perspektiven haben und nehmen wir so unsere Mitverantwortung für die Zukunft unseres Landes wahr.»

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